Raus aus dem Elfenbeinturm – Wirtschaftsministerin Christa Thoben muss die Wirtschaftsförderungen vor Ort unterstützen, nicht boykottieren

Die bisherigen Pläne von Wirtschaftsministerin Thoben für eine Neustrukturierung der Wirtschaftsförderung NRW weisen keinen guten Weg in die Zukunft. Der Vorschlag der Wirtschaftsministerin, die Wirtschaftsförderung in so genannten Gründungsagenturen bei den Kammern von Industrie, Handel und Handwerk zu bündeln, verkennt die Leistungsfähigkeit der Mülheim & Business GmbH.

Kraft: "In Mülheim an der Ruhr haben wir eine Kompetenz und nachweislich gute Serviceberatung im Bereich der Existenzgründungsberatung aufgebaut. Es ist ein schwerer Fehler, dieses Wissen links liegen zu lassen. Ich habe deshalb eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Die Antwort darauf wird das Know How und die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaftsfördergesellschaft sicher deutlich werden lassen."

Die Planungen der Wirtschaftsministerin, die Gründungsagenturen ausschließlich bei den Kammern anzusiedeln, haben gravierende Nachteile. Hannelore Kraft: "So werden u. a. die ALG II-Empfänger bei ihren Gründungsbemühungen vor allem bei der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung betreut. Mit dem Konzept von Wirtschaftsministerin Thoben würde die Betreuung dieser Gruppe ins Abseits rücken."

Wir brauchen keine neuen Strukturen, sondern neue Ideen und regionale Wettbewerbe um unsere Wirtschaft zu stärken. Frau Thobens Tun zeigt, dass sie das Land nicht kennt.