Angriff auf die Gesamtschulen durch die schwarz-gelbe Landesregierung hat auch die Mülheimer Gesamtschulen getroffen

Immer wieder hat die schwarz-gelbe Landesregierung versucht, die Gesamtschulen in unserem Lande zu diffamieren, obwohl deren Leistungen bei den Probeklausuren trotz einer schwierigeren Schülerschaft nur geringfügig unter denen der Gymnasien liegen", erklärt die Mülheimer Landtagsabgeordnete Hannelore Kraft. "Es gibt also eigentlich keinen Grund, die Gesamtschulen zu diskriminieren, zumal es in diesem Jahr einen regelrechten Anmelde-Boom bei den Gesamtschulen gibt", meint Hannelore Kraft. Die ideologische Debatte der Koalition gegen die Gesamtschulen fand dennoch eine unrühmliche Fortsetzung durch die Streichung von 120 Stellen im Haushalt 2007 für Schulleitungen an Gesamtschulen.

Das bedeutet für unsere Gesamtschulen in Mülheim an der Ruhr, dass den Schulleitungen jetzt weniger Zeit für Schullaufbahnberatungen, für die Betreuung von Schulverweigerern und erziehungsschwierigen Schülern oder für die Erstellung von Konzepten zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung steht, um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Dies belegt die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten zu den konkreten Auswirkungen der Kürzungen bei der Schulleitungspauschale für Mülheim an der Ruhr. Allen drei Mülheimer Gesamtschulen stehen jetzt erheblich weniger Schulleitungsentlastungsstunden zur Verfügung. Für die einzelnen Schulen bedeutet das konkret: Bei der Gustav-Heinemann-Gesamtschule wurde die Schulleitungspauschale von wöchentlich 65 Stunden um 25 Stunden auf 40 Stunden gekürzt, bei der Gesamtschule Saarn von 56 auf 36 Stunden und bei der Willy-Brandt-Gesamtschule von 47 auf 32 Stunden.

"Die Politik gegen die Gesamtschulen ist eine Politik der Nadelstiche und schadet unseren Schulen. Es wird schwer sein, die weggefallenen Stunden an unseren Mülheimer Gesamtschulen zu kompensieren", bekräftigte die Abgeordnete.