Gemeinschaftsschule ist Antwort auf sinkende Schülerzahlen in Mülheim an der Ruhr

"Die Schülerzahlen werden bei uns in Mülheim bis zum Jahr 2016 um 18,28 Prozent sinken. Insgesamt werden unsere Schulen dann nur noch 14.929 Kinder und Jugendliche besuchen. Das sind 3.340 Schülerinnen und Schüler weniger als noch im letzten Jahr", berichtete die SPD-Landtagsabgeordnete Hannelore Kraft. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik habe die aktuellen Zahlen in Düsseldorf veröffentlicht, demnach in ganz Nordrhein-Westfalen die Zahl der Schülerinnen bis 2016 durchschnittlich um 15,6 Prozent sinke. "Wir haben in der SPD mit der Gemeinschaftsschule ein Konzept entwickelt, das nicht nur auf Sitzenbleiben, Abschulen und soziale Auslese reagiert, sondern auch das Problem sinkender Schülerzahlen löst", sagte Kraft. Bei der Ausarbeitung der Gemeinschaftsschule sei ein wesentlicher Punkt die Berücksichtigung der demographischen Entwicklung gewesen. "Auch bei uns spitzt sich die Situation dramatisch zu. Aber die CDU-geführte Landesregierung beharrt auf dem alten dreigliedrigen Schulsystem und sperrt sich gegen jede Weiterentwicklung", kritisierte die SPD-Politikerin.

In der Sekundarstufe I werde der Schülerbestand in Mülheim um 23,94 Prozent zurückgehen. Kraft: "Man kann sich leicht ausrechnen, dass ein Rückgang der Schülerzahlen in den Klassen 5 bis 10 um 2.358 auf 7.493 neue Ansätze in der Schullandschaft notwendig macht." Das SPD-Modell der Gemeinschaftsschule biete alle Bildungsgänge – vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur – unter einem Dach an, erläuterte die Abgeordnete im Düsseldorfer Landtag. Dabei würden alle Kinder nach der Grundschule in Klasse 5 und 6 weiter gemeinsam lernen. Kraft: "Frühestens ab Klasse 7 werden die Schülerinnen und Schüler dann in Haupt-, Real- oder Gymnasialklassen getrennt unterrichtet. Dadurch haben alle Kinder und Jugendlichen die gleichen und die besten Bildungschancen. Dadurch haben die Eltern für ihre Kinder ein wohnortnahes Schulangebot für alle Bildungsgänge."